Schulische Ebene
Sekundarequipe
Während der Schulzeit treffen sich die Koordinatoren der u.g. Sekundarschulen monatlich abwechselnd im Norden und Süden der DG . Begonnen wird stets mit einer „aktuellen Runde“, während der sich die Lehrer austauschen, sowohl über die Lehr- als auch über die Suchtvorbeugungstätigkeit an ihren Schulen. Diese Treffen sind also auch eine Form der Supervision und Motivation für Ihre Aufgabe. Ferner werden Unterrichtsmodelle, Artikel aus Zeitschriften, Buchvorschläge, Theaterstücke, Informationsmaterial über legale und illegale Drogen,...vorgestellt. Am Ende eines Schuljahres werden gemeinsam die Themen für das nächste festgelegt.
Vertreter folgender Schulen gehören der Sekundarequipe an :
- Athenäum César-Franck
- Königliches Athenäum Eupen
- Bischöfliches Institut Büllingen
- Maria-Goretti-Schule
- Robert-Schuman-Institut
- Pater-Damian-Sekundarschule
- ZAWM Eupen
Termine 2010 : 23. April, 21. Mai, 11. Juni
Rauchfreie Schule
Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft, dem PMS der Deutschsprachigen Gemeinschaft und den Lehrern des Königlichen Athenäums Eupen sowie des Robert Schuman Instituts durchgeführt und ausgewertet. Ziel dieses Projektes ist, das Einstiegsalter in die Droge Tabak soweit wie möglich nach hinten zu verlagern und die Schulen schrittweise zu einer rauchfreien Zone zu gestalten. Die Schüler nehmen dabei an einem Wettbewerb unter den Klassen teil. Darüber hinaus finden einmal im Monat Präventionseinheiten im Unterricht statt.
Mediation/Konfliktmanagement
Kontaktperson: Sophie Köttgen
KOPS (Kommunikation – Prävention – Sicherheit)
Regelmäßige Präventionseinheiten in den verschiedenen Sekundarschulen, insb. Teilzeitunterricht RSI, Königliches Athenäum Eupen und César Franck Athenäum (in Zusammenarbeit mit der Polizei)
Sekundarschülerbefragung
Nach 2001 wurde im Monat März 2008 eine zweite Sekundarschülerbefragung (14 und 16 Jährige) ausgeführt. Gegenstand der Befragung waren u.a. das persönliche Umfeld, das Wohlbefinden, das Konsumverhalten, die Freizeitgestaltung, die aktuelle Situation der Jugendlichen .
Die Auswertung dieser Befragung wird voraussichtlich im September 2008 zur Verfügung stehen.
Präventionsunterricht
Durchführung einer Anti-Tabak-Kampagne für Schüler/innen des 1. Sekundarjahres – Erarbeitung einer Ausstellung, die danach allen Schülern der Schule für 3 Wochen zugänglich ist - jeweils 2 Unterrichtsstunden pro Klasse (sowohl an der Pater-Damian-Schule als auch in der Maria Goretti).
Durchführung eines Projektes zum Thema ‚Lebensbewältigung’ für Schüler der Oberstufe (5. Jahr – 3 Unterrichtsstunden pro Klasse); Sinn der Aktivitäten (u.a. wer bin ich?, was macht mich wirklich aus? Wo sind meine Tankstellen, meine Energiequellen? Wie sieht mein Rucksack fürs Leben aus?...) ist es, die Jugendlichen dahin zu führen, dass sie ihr Leben aktiv, selbstbewusst und lebensfroh gestalten, frei von jeder Abhängigkeit oder Sucht.
0 Promille unter 16
2002 wurden die Ergebnisse einer Studie vorgelegt, die das Konsumverhalten bei Jugendlichen in der Euregio Maas-Rhein analysierte. Gefragt wurde nach dem Konsum von illegalen Drogen und Alkohol, aber z.B. auch nach dem Freizeitverhalten der 14- und 16-jährigen.
Auswertung & Aktionsplan
Die Auswertung ergab, dass die Jugendlichen aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft bezüglich ihres Alkoholkonsums weit über dem euregionalen Durchschnitt liegen. Verschiedene Partner (das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft, die Polizei, die Arbeitsgemeinschaft für Suchtvorbeugung und Lebensbewältigung ASL, das Jugendbüro und der Rat der Deutschsprachigen Jugend) haben sich daraufhin zusammengesetzt und einen Aktionsplan ausgearbeitet, der unter dem Motto "Null Promille unter 16" steht.
Der Aktionsplan umfasst eine Wanderausstellung zum Thema Alkohol, die Erstellung von Informationsbroschüren und die Vorstellung von didaktischem Material.
Kein Alkohol an Minderjährige in Geschäften
Außerdem wurde eine Aktion gestartet, die sich an alle Wirtschafts- und Kaufhausinhaber richtete. Die Teilnehmer der Aktion haben sich bereit erklärt, keinen Alkohol an Minderjährige zu verkaufen oder abzugeben. Ziel der Kampagne ist es, das Einstiegsalter in den Alkoholkonsum nach oben zu verlagern. Je später die Jugendlichen mit dem Trinken anfangen, desto besser – aus sozialer und gesundheitlicher Sicht.
Kontrolle der Geschäfte in 2008
In 2008 wurde eine Kontrolle bei den jeweiligen Geschäften durch Jugendliche durchgeführt. In diesem Fall war das Ziel, zu sehen wie viele Geschäfte sich an das Gesetz hielten, kein Alkohol unter 16 zu verkaufen.
Die Projektteilnehmer erhalten eine Art „Vertrag“ sowie eine Urkunde und Aufkleber, die sie als Partner der Aktion auszeichnen.
Info-Faltblätter
Die Arbeitsgruppe gibt in regelmäßigen Abständen Faltblätter heraus, die je einen spezifischen Aspekt des Alkoholgenusses aufgreifen und Eltern und Jugendliche für einen vernünftigen Umgang mit dem Alkohol sensibilisieren sollen.
Elternabende
Diabolo-Manques
Im November 07 sowie im Februar 08 wurden alle Schüler des 1. Sekundarschuljahres der Sekundarschulen im Süden der Deutschsprachigen Gemeinschaft, im Präventionsbus Diabolo - Manques begleitet.
Es handelt sich hierbei um eine drogenpräventive Aktion der Provinz Lüttich in Zusammenarbeit mit der ASL. Das Informationsthema ist "Abhängigkeit" , d.h. vom Baby im Mutterleib, dann zum Säugling, Kleinkind, Kindergarten, Familie, Schule, Freizeit, Hobby, Disco, Drogen. Sämtliche Sinnesorgane werden beim Durchgang in dem Bus angesprochen, z.B. hören, fühlen, riechen usw. Es wird erklärt, dass Abhängigkeit nicht nur negativ zu betrachten ist, z.B. Licht, Wasser, Sauerstoff, Gemeinschaftsleben usw.