Der Arbeitskreis „UNABHÄNGIG“ ist ein besonderes Angebot für Menschen, die trotz einer Suchtkrankheit ein Leben ohne Rauschmittel führen möchten. Dieses Projekt ergänzt die bestehenden Hilfsangebote, die nach einer therapeutischen Maßnahme zur Verfügung stehen. Neben ambulanten therapeutischen Betreuungsmodellen, Selbsthilfegruppen und psychologischer Unterstützung bietet die ASL Eupen eine weitere Möglichkeit zur Begleitung auf dem Weg zur Abstinenz.
Die Arbeitsgruppe trifft sich jeden letzten Mittwoch im Monat im St. Josef Krankenhaus Sankt Vith von 19.30-21.00 Uhr. Die Treffen finden auf der 1. Etage im Raum “NIGHTINGALE” statt (ab Cafeteria ausgeschildert).
Hier die Termine für 2026 im Überblick:
28.01.26 – 25.02.26 – 25.03.26 – 29.04.26 – 27.05.26 – 24.06.26 – 29.07.26 – 30.09.26 – 28.10.26 – 25.11.26
Zielgruppe: Personen, die Therapieerfahrung haben und mindestens 6 Wochen abstinent sind.
Damit eine angenehme Arbeits- und Gesprächsatmosphäre entsteht, sind maximal 12 Teilnehmer vorgesehen.
Anmeldung erforderlich per Mail unter vkeutgen@asl-eupen.be oder per WhatsApp an 0478/50.39.53.
Thema des Abends vom 27.05.2026
„Jeder scheint es besser zu wissen…“
Alle Abstinenten haben nicht nur ihre Sucht als Gemeinsamkeit, sondern auch den Anfang ihres „Clean-Seins“ bzw. ihrer „Trockenheit“. Es ist ein Weg mit vielen Unbekannten, unübersichtlichen Windungen und Wendungen. Wir müssen vor allem uns selbst kennenlernen. Hilfe ist wichtig. Aber warum hat so manch einer das Gefühl, dass alle es besser wissen als man selbst? Da gibt es die Momente, in denen sich Betroffene ganz klein und unwissend fühlen, so als ob sie keine Ahnung von sich haben. Das nagt am Ego und am Selbstbewusstsein.
Oder ist es eigentlich anders?
Geht es nicht um den Unerfahrenen als Person, eher um die Erfahrungen und Erkenntnisse derer, die schon einen Teil des Weges gegangen sind?
Macht es einen Unterschied, ob Helfer selbst Abhängige sind oder nicht. Können Nichtabhängige trotzdem aus Erfahrungswerten, welchen Ursprungs auch immer, berechtigt mitsprechen?
Lasst uns reden!