Arbeitsgemeinschaft für
Suchtvorbeugung und Lebensbewältigung

Ketamin (Ketaminhydrochlorid)

Substanz:
Narkosemittel aus der Gruppe der dissoziativen Anästhetika, ursprünglich aus Notfall- und Veterinärmedizin (Analgetikum, Anästhetikum, Narkosemittel). Erscheinungsform: Flüssigkeit/Lösung oder weißes kristallines Pulver, manchmal als vermeintliche Ecstasy-Pille verkauft. Wird meist geschnupft, seltener geschluckt oder (intramuskulär) gespritzt. Unterliegt dem Arzneimittelgesetz, verschreibungspflichtig, Preis ca. 25–45 €/Gramm.

Wirkung:
Je nach Dosierung schmerzstillend, betäubend oder halluzinogen bis hin zu narkotischer Wirkung. Körperhalluzinationen, Zeitlosigkeit, verzerrte Wahrnehmung, Gefühl der „Ich-Auflösung” bzw. Loslösung vom eigenen Körper. Vermindertes Schmerzempfinden, Sprachstörungen. Wirkungseintritt je nach Konsumform nach wenigen Sekunden (gespritzt) bis 20 Min. (geschluckt), Wirkdauer 30 Min. bis 3 Std.

Risiko/Gefahr:
Übelkeit, Erbrechen, Koordinationsstörungen, Schwindel, verwaschene Sprache, erhöhter Puls/Blutdruck, Herzrhythmusstörungen. Bei hohen Dosen Muskelsteifheit, Lähmungserscheinungen, Narkose; bei sehr hohen Dosen epileptische Anfälle und Koma. Dosierung ist kaum kalkulierbar – Gefahr eines „Horror-Trips”, Bewusstlosigkeit, Atemstillstand, besonders bei Mischkonsum oder Überdosierung. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind eine absolute Kontraindikation. Psychisch belastend: Nahtoderfahrungen, Alptraum-Halluzinationen, Blackouts möglich. Toleranzbildung bei häufigem Konsum. Langzeitrisiken: psychische Abhängigkeit, depressive Verstimmungen, Ängstlichkeit, mögliche Funktionsstörungen in Gehirnbereichen für Gedächtnis und Lernen.

ASL – Arbeitsgemeinschaft für
Suchtvorbeugung und
Lebensbewältigung
Klosterstrasse 3,
4700 Eupen (Belgien)
Montag-Freitag: 8.30-16.00 Uhr
Tel.: 087/74.36.77
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